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Infraschallbewertung von Windenergieanlagen

Tag / Zeit: 17.08.2021, 17:40-18:00
Raum: Stolz 1
Typ: Regulärer Vortrag
Session: Infraschall
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Zusammenfassung: Bei der Realisierung von Windparkprojekten werden häufig Befürchtungen von betroffenen Bürgern geäußert, dass der von Windenergieanlagen (WEA) ausgehende Infraschall gesundheitsgefährdend sei. Unter Infraschall versteht man Schallwellen mit Frequenzen die kleiner als 20 Hz sind und somit unter der Hörschwelle des Menschen liegen. Infraschall kann dennoch wahrgenommen (oder „gefühlt“) werden, sofern er laut genug ist. In aller Regel wird Infraschall nicht mehr als tonales Schallereignis wahrgenommen, sondern zum Beispiel als pulsierendes Gefühl, Druck auf den Ohren oder der Brust. Für den Infraschallbereich ist eine eigene Frequenzbewertung definiert, die so genannte G-Bewertung. Die typische Wahrnehmungsschwelle von Infraschall liegt bei einem G-bewerteten Pegel von 95 – 100 dB(G). Die Unterschiede in der individuellen Hörschwelle sind im Infraschallbereich stärker ausgeprägt als im Bereich des hörbaren Schalls. Aufgrund seiner großen Wellenlänge wird Infraschall kaum von der Luft oder dem Boden gedämpft und auch nicht durch Hindernisse, wie Schutzwälle oder Gebäude, abgeschirmt – er breitet sich nahezu verlustfrei aus. Da eine Bewertung der Infraschallimmissionen bei Genehmigungsverfahren von WEA oftmals von den Anrainern eingefordert wird, werden die in der Literatur bekannten Phänomene der Infraschallausbreitung vorgestellt. Zudem wird im vorliegenden Beitrag auf die Infraschallbewertung eingegangen.