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The preterm baby in the bass booster - Zur Frage der A-Bewertung bei Pegelmessungen in Inkubatoren

Tag / Zeit: 17.08.2021, 11:20-11:40
Raum: Stolz 1
Typ: Regulärer Vortrag
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Zusammenfassung: Spitzenpegel in Inkubatoren erreichen teilweise Extremwerte von bis zu 117 dB(A)(Thomas 1989) bzw. 130-140 dB(SPL)(Bess et al. 1979). Die seit 1959 bis heute bei Pegelmessungen an Inkubatoren erhobenen Schallpegelwerte schwanken erheblich. Dies ist zum einen auf unterschiedliche Messsituationen zurückzuführen, zum anderen aber auch darauf, dass je nach Veröffentlichung die Pegel entweder in dB(A) oder in dB(SPL) angegeben werden. Selbst in der als Standard geltenden Empfehlung der American Academy of Pediatrics (AAP 1995) wird nicht zwischen SPL- und A-Bewertung unterschieden, wenn als Richtwert für Inkubatoren ein Geräuschpegel von <45 dB empfohlen wird.Bislang gemessene Geräuschpegel in Inkubatoren sowie eigene Messergebnisse liegen real weit über dieser Empfehlung (Bemmer et al. 2003). Der Hauptenergieanteil bei Inkubatorgeräuschen liegt zudem bei 100-200Hz (Seleny 1969; Bertsch et al. 2019). Da bei der A-bewerteten Pegelmessung gerade die Energieanteile unterhalb von 1000 Hz mit abnehmender Frequenz immer weniger einbezogen werden, fallen die gemessenen Inkubator-Pegel bei einer A-Bewertung in der Regel um 20 dB geringer aus als die tatsächlich vorliegenden Werte in dB(SPL)(z.B. Blennow et al. 1974). Ziel des Beitrags ist es deswegen nicht nur Licht in das Dunkel der A-bewerteten Inkubatorpegelmessungen zu bringen, sondern auch mit Hilfe von Signalanalysetechniken und numerischen Simulationen gehörsadäquatere Beschreibungsmöglichkeiten der akustischen Inkubator-Innenwelt anzubieten.