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Modellierung spektraler Hüllkurven von nicht perkussiven Instrumentenklängen in Bezug auf die Grundfrequenz

Tag / Zeit: 17.08.2021, 16:40-17:00
Typ: Regulärer Vortrag
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Zusammenfassung: Nicht perkussive Musikinstrumente generieren Pulsresonanzklänge, welche durch ein einfaches Quelle-Filter-Modell beschrieben werden. Instrumente einer Instrumentenklasse lassen sich ferner durch die spezifische Form der spektralen Hüllkurven charakterisieren. Das resultierende Perzept der Klangfarbe hängt von verschiedenen Parametern ab. Dazu zählen unter anderem die Fundamentalfrequenz F0, die Größe des Instruments und die dynamische Spielweise.Um insbesondere die Kovarianz zwischen spektraler Hüllkurvenform und der Fundamentalfrequenz zu untersuchen, wird ein generativer Modellansatz verwendet. Die spektralen Hüllkurven werden mittels einfacher cepstraler Deskriptoren modelliert. Hierzu dienen in diesem Fall Mel-Frequenz-Cepstrum-Koeffizienten in abgewandelter Form. Der Datensatz wird aus 50 Instrumenten des klassischen Sinfonieorchesters gebildet. Die einzelnen Instrumentenklänge werden mit der Vienna Symphonic Library generiert. Ziel ist es, diese anhand des Modells zu resynthetisieren. Durch anschließende Manipulation der Instrument-inhärenten Spektralstatistik wird ein Mismatch zwischen Fundamentalfrequenz und spektraler Hüllkurve untersucht.Weitere psychoakustische Messungen werden es ermöglichen, perzeptuelle Instrumentenklassengrenzen herauszuarbeiten und eine Charakterisierung der Klangqualität als Funktion der spektralen Hüllkurve zu liefern.