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Schutz des Gehörs bei Infraschall-Hörversuchen

Tag / Zeit: 17.08.2021, 17:20-17:40
Raum: Stolz 1
Typ: Regulärer Vortrag
Session: Infraschall
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Zusammenfassung: Infraschall wird zunehmend als gesellschaftliches Problem wahrgenommen und erhält dadurch einen neuen Stellenwert in der Lärmbekämpfung. Jedoch gibt es derzeit weder etablierte, praxistaugliche Verfahren zu seiner Messung und Beurteilung noch hinreichende Untersuchungen über die Mechanismen seiner Wahrnehmung. Was die auditive Wahrnehmung betrifft, werden nichtlineare Prozesse des Gehörs diskutiert, über die Infraschall „hörbar“ wird. Für die Untersuchung solcher Prozesse wird von uns ein Wiedergabesystem eingesetzt, das selbst bei den zum Erreichen der Hörschwelle im Infraschall-Bereich erforderlichen hohen Schalldruckpegeln sehr verzerrungsarm ist. Diese Pegel würden im Hörschallbereich jedoch weit über der Sicherheitsgrenze liegen. Aus ethischen Gründen wird daher zum Schutz des Gehörs von Versuchspersonen vor eventuell auftretenden zu hohen Pegeln im Hörfrequenzbereich ein Tiefpassfilter eingesetzt, das die Übertragung von Hörfrequenzen ausreichend dämpft. Es fügt jedoch aufgrund eigener Nichtlinearitäten weitere, unerwünschte Frequenzkomponenten hinzu, die dann zur Wahrnehmung des Infraschall-Signals beitragen könnten. Um dieses Problem zu lösen, wurde ein Schnellabschalter entwickelt, der bei Überschreitung von frequenzabhängigen, voreingestellten Pegelwerten das Signal abschaltet und damit Versuchspersonen vor zu starken akustischen Signalen schützt. Er ersetzt das Tiefpassfilter, ohne einem Signal weitere Komponenten hinzuzufügen. Wir stellen die Verzerrungsreduktion vor, die durch Ersetzen des Tiefpassfilters durch den Schnellabschalter erreicht wird.