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Analyse-Tool zur indirekten Bestimmung von Rollgeräusch-Parametern im Schienenverkehr

Tag / Zeit: 18.08.2021, 15:00-15:20
Raum: Stolz 1
Typ: Regulärer Vortrag
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Zusammenfassung: Das Rollgeräusch stellt eine von drei wesentlichen Geräuschquellen im Schienenverkehr dar und ist üblicherweise dominant in einem Geschwindigkeitsbereich von ca. 60 km/h bis ca. 300 km/h. Zu den wesentlichen Parametern im Entstehungsmechanismus des Rollgeräuschs zählen die Gleisabklingrate (TDR) und die kombinierte Rauheit aus Schienen- und Radrauheit. Diese Parameter sind zeitlichen Veränderungen unterworfen und können zwischen einzelnen Strecken und Fahrzeugen (stark) variieren. Daher sind sie u. a. bei der Bewertung von Schallminderungsmaßnahmen am Schienenfahrweg messtechnisch zu erfassen und auszuwerten. Hierbei ist die Anwendung der Verfahren des DIN CEN/TR 16891:2017 zur indirekten Bestimmung dieser Parameter anhand von Beschleunigungsmessungen am Gleis während Zugvorbeifahrten zweckdienlich.In diesem Beitrag wird ein Analyse-Tool vorgestellt, welches auf den genannten Verfahren basiert und dazu dient, das auftretenden Rollgeräusch an verschiedenen Strecken zu verschiedenen Zeitpunkten zu vergleichen und zu bewerten. Angewendet wird das Analyse-Tool derzeit im Zusammenhang mit der messtechnischen Untersuchung von Lärmminderungsmaßnahmen an Eisenbahnbrücken im Zuge des Shift2Rail-Projekts „Assets4Rail“. Hierfür sind im Abstand von einem Jahr vor und nach Einbau einer Lärmminderungsmaßnahme akustische Messungen durchgeführt worden. Veränderungen der wesentlichen Rollgeräusch-Parameter können anhand des Analyse-Tools untersucht und bei der Bewertung der Lärmminderungsmaßnahme herangezogen werden.