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Am Weg zu einer Ethik der Beschallung

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Tag / Zeit: 18.08.2021, 10:00-10:20
Raum: Lehar 2
Typ: Regulärer Vortrag
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Zusammenfassung: Von wem Räume akustisch besetzt werden, ist eine Frage der Hegemonie. Wer „das Sagen“ hat, wer bestimmt, was wie und wann gehört wird (und damit auch, was und wer nicht gehört wird), kann Räume begrenzen, abschließen oder öffnen, kann Menschen ein- oder ausschließen, hören oder überhören. Diese Zusammenhänge könnten nicht nur für reale – öffentliche und/oder private – Räume gedacht werden, sondern auch für Denkräume. Auf dem Weg zu einer „Ethik der Beschallung“ geht es nicht darum, was man zu hören gibt, sondern welche Räume nötig sind und wie eine Beschallung aussehen muss, die dem Menschen gerecht wird: eine „Beschallung“, die die körperliche Souveränität des Menschen wahrt und sein Recht auf Teilnahme und Teilhabe ernst nimmt, indem jeder akustische Raum auch als möglicher politischen Raum, als Raum mithin von Menschenrechten begriffen wird. Ist „Beschallung“ so eingerichtet, dass sie dem Menschen als „Schallwesen“ gerecht wird? Erlaubt die Form der „Beschallung“ Reden, Hören und Orientieren? Wird die Souveränität und Unverletzlichkeit des Menschen wahrgenommen und akustisch unterstützt?Dieser Beitrag wurde unter Mithilfe von Reinhard Kren erarbeitet. P.A.