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Lautheits- und präferenzäquivalente Pegel von Ventilatorgeräuschen bei verschiedenen Schalldruckpegeln

Tag / Zeit: 16.08.2021, 17:00-17:20
Raum: Lehar 2
Typ: Regulärer Vortrag
Session: Psychoakustik 2
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Zusammenfassung: Ventilatoren sind im täglichen Leben meist eine ungewollte Geräuschquelle. Zur Charakterisierung ihrer Unangenehmheit werden über den A-bewerteten Schalldruckpegel hinaus häufig Pegelzuschläge genutzt, um eine Prognose der Unangenehmheit zu ermöglichen.In dieser Studie wurden lautheits- und präferenzäquivalente Pegel für 19 unterschiedliche Ventilatorgeräusche in Abhängigkeit vom Referenzpegel in Hörversuchen ermittelt. Mittels eines adaptiven Messverfahrens wurde der Pegel dieser Stimuli so lange variiert, bis sie als gleich laut (lautheitsäquivalenter Pegel) oder gleich angenehm (präferenzäquivalente Pegel) gegenüber einem bandbegrenzten weißen Referenz-Rauschen wahrgenommen wurden. Die Differenz zwischen dem Referenzpegel und den Äquivalenzpegeln lässt sich als Pegelzuschlag interpretieren. Es wurde eine frühere Studie wiederholt, in der der gleiche Hörversuch bei einem festen Referenzpegel von 60 dB(A) durchgeführt wurde.Die neuen Ergebnisse bei einem Referenzpegel von 75 dB(A) stimmen sehr gut mit denen der früheren Studie überein, was die Stabilität des Matchingverfahrens mit einem Referenzgeräusch unterstreicht. Die für die Testgeräusche ermittelten Pegelabsenkungen scheinen sich trotz der Erhöhung des Referenzpegels um 15 dB kaum zu verändern.Anhand der neuen Ergebnisse wird ein bereits existierender Modellansatz für Referenzpegel von 60 dB(A) hin zu einem Pegelbereich bis 75 dB(A) erweitert. In weiteren Experimenten bei einem Referenzpegel von 45 dB(A) soll das Modell auch zu niedrigeren Referenzpegeln erweitert werden.