Beitrag

Zum „Einwirkungsbereich“ der TA Lärm

Tag / Zeit: 16.08.2021, 14:20-14:40
Raum: Stolz 1
Typ: Regulärer Vortrag
Session: Umgebungslärm 1
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Zusammenfassung: Die TA Lärm als Verwaltungsvorschrift ist die Grundlage und der Rechtsrahmen für die Verwaltungsbehörden, die darüber entscheiden müssen, ob schädlichen Umwelteinwirkungen durch Geräusche von Anlagen im Sinne des BImSchG ausgehen. Diese Vorschrift definiert Begriffe und legt verbindlich fest, wie eine Geräuschbeurteilung durchzuführen ist. Ausgangspunkt der Beurteilung ist der Beurteilungspegel in ‚maßgeblichen Immissionsorten‘. Für das Auffinden dieser maßgeblichen Immissionsorte gibt die TA Lärm eindeutige Kriterien vor. Es ist also schwerlich angezeigt, von einer Wahl der maßgeblichen Immissionsorte zu sprechen. Es gibt keinen Ermessensspielraum. Dabei spielt der so genannte ‚Einwirkungsbereich‘ der Anlage eine entscheidungsrelevante Rolle. Die Bestimmung des Einwirkungsbereichs sollte Ausgangspunkt jeder Beurteilung nach TA Lärm sein und ist eigentlich als Kapitel in jeder rechtssicheren Stellungnahme unabdingbar. Häufig findet man jedoch nur eine durch gutachtliches oder behördliches Vorwissen und Erfahrung geprägte, aber dennoch willkürliche Festlegung von Immissionsorten. Der Beitrag stellt eine stringente Vorgehensweise zur Bestimmung des Einwirkungsbereichs und damit der maßgeblichen Immissionsorte vor, das den Vorgaben der TA Lärm folgt. An Beispielen wird verdeutlicht, dass daraus durchaus unerwartete ‚maßgebliche Immissionsorte‘ folgen. Zum Schluss wird die reziproke Frage gestellt, wie für einen Immissionsort die „maßgeblichen“ Anlagen nach einer ähnlichen Vorgehensweise bestimmt werden können. Dies ist eine häufige Aufgabe zur Bearbeitung von Lärmbeschwerden kommt.