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Sekundärkalibrierung von Messmikrofonen und Schallpegelmessern im Infraschall-Frequenzbereich

Tag / Zeit: 18.08.2021, 10:20-10:40
Raum: Schubert 3
Typ: Regulärer Vortrag
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Zusammenfassung: Pegelmessungen von Infraschall gewinnen im praktischen Einsatz immer mehr an Bedeutung, zum Beispiel bei der Überwachung von starken Erschütterungen, wie sie von Vulkanausbrüchen ausgelöst werden, oder bei der Messung von tieffrequenten Umgebungsgeräuschen. Dabei wird der Frequenzbereich unter 10 Hz von den vorhandenen Messverfahren und den anzuwendenden Normen bisher nur unzureichend abgebildet. Gleichzeitig existiert keinerlei Rückführung auf nationale Normale. Aus diesem Grund widmet sich das Projekt InfraAUV „Metrology for low-frequency sound and vibration“ des European Metrology Program for Innovation and Research (EMPIR) der Entwicklung der gesamten Rückführungskette vom Primärstandard bis hin zum Schallpegelmesser für die Anwendung im Feld. In dieser Arbeit wird speziell die Weitergabe der Einheit Pascal im Frequenzbereich unter 10 Hz von einem Primärstandard auf Schallpegelmesser und Gebrauchsmikrofone behandelt. Dafür wird ein Komparationsverfahren in einem geschlossenen Luftvolumen vorgestellt und erörtert. Es erlaubt die Sekundärkalibrierung von Mikrofonen und Schallpegelmessern im Frequenzbereich zwischen 0,5 Hz und 50 Hz mit einer Wiederholbarkeit von weniger als 2/100 dB. Es werden Beispiele vorgestellt, die deutlich machen, dass so eine präzise Weitergabe der Einheit Pascal im Infraschallbereich für Messungen insbesondere im gesetzlich geregelten und geschäftlichen Bereich möglich ist.