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Modellierung von Mehrfachreflexionen zwischen Wagenkasten und reflektierenden Lärmschutzwänden mittels der Randelementmethode

Tag / Zeit: 17.08.2021, 17:40-18:00
Raum: Schubert 4+5
Typ: Regulärer Vortrag
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Zusammenfassung: Die von Lärmschutzwänden hervorgerufene optische Barrierewirkung kann durch transparente Wandelemente verringert werden. Allerdings können quellseitig positionierte schallharte oder stark reflektierende Oberflächen an Lärmschutzwänden im Bahnverkehr zu Mehrfachreflexionen zwischen Zug und Wand führen, welche das Einfügedämmmaß der Lärmschutzwand reduzieren können. In aktuellen Lärmkartierungsmethoden wie z.B. der EU Richtlinie 2015/996 werden solche Mehrfachreflexionen unter der Annahme paralleler Flächen und eines konstanten Absorptionskoeffizienten der Lärmschutzwand näherungsweise berücksichtigt. Es besteht aber ein Bedarf an genauen Untersuchungen der Einflüsse verschiedenster Rahmenbedingungen (variable Positionierung reflektierender Elemente, Abstand zum Gleis, Wagenkastenform, etc.) für verschiedene Emissions- und Immissionspunkte. Im vorliegenden Projekt soll einerseits auf theoretischem Weg mittels 2.5D-Randelementmethode systematisch untersucht werden, wie verschiedene Rahmenbedingungen sich auswirken. Andererseits werden anhand umfangreicher Messungen bei 4 verschiedenen Konfigurationen aus absorbierendem und reflektierendem Material diese Berechnungsmodelle validiert. Basierend auf den umfangreichen Simulationsergebnissen und anhand des gesteigerten Verständnisses über Wirkungszusammenhänge soll ein vereinfachtes, praxistaugliches Modell für die Prognoserechnung entwickelt werden.Vorläufige Daten zeigen, dass die Effekte reflektierender Elemente mittels der Randelementmethode zum Teil nachgebildet werden können, allerdings können gewisse zugtypspezifische Unterschiede momentan noch nicht zugeordnet werden. Die genauere Untersuchung dieser Effekte ist momentan im Gange.